Digitale Handarbeit

Ich habe mir gerade den Film “Digital Handcraft – China’s global factory for computers” angesehen und bin ein wenig erstaunt, wie weit bekannt das Problem der unfairen Arbeitsbedingungen in den Niedriglohnländern ist. Eine Zoll-Kontrolle, die in dem Film interviewt wird, weiß genau Bescheid.

Warum tun dann unsere Unternehmen und vor allem die öffentlichen Behörden nichts?

Durch unseren Konsum bestimmen wir die Schicksale anderer Menschen. Und das sollten wir uns bewusst machen. Fangen wir jetzt damit an!

Mehr Infos zu dem Thema bietet diese Organisation:

pcgobal - Für Arbeitsrechte und Umweltgerechtigkeit in der Computerindustrie

P.S. PC Global bietet übrigens einen Fragebogen an, den man beim PC-Kauf durchgehen mit dem Verkäufer durchgehen kann. Die Sache ist vielleicht sogar einfacher, als wir oft denken.

Am Anfang war die Ökologie – Naturverständnis im Alten Testament

Das Buch “Am Anfang war die Ökologie – Naturverständnis im Alten Testament” von dem Biologen Aloys P. Hüttermann und dem Chemiker Aloys H. Hüttermann befragt die alttestamentlichen Gesetze (u.A. Speisegesetze (S.70), Hygieneregeln (S. 85), Landrecht (S. 60), Zinsverbot (S.116)) nach ihrer biologischen Bedeutung. Das im katholischen HERDER Verlag herausgekommene Buch hat wie erwartet nicht den Anspruch, die theologische Seite der Gebote Gottes mit zu beleuchten, obwohl diese im letzten Abschnitt des Buches auch kurz erwähnt werden (S. 167).

Ich fand das Buch sehr hilfreich, denn es zeigt auf, dass die Gebote Gottes, so unverständlich und entfernt sie für uns post-moderne Christen scheinen mögen, auch heute immernoch eine biologische Relevanz haben. Der Umkehrschluss, dass sie heute damit auch für uns noch eine theologische Relevanz haben, möchte ich gerne ziehen. Wenn diese Regeln sogar menschlich Nachvollziehbar Sinn machen, wie können wir sie dann ablehnen – zumal ja Jesus selbst sagt, dass kein ιοτα vom Gesetz ungültig werden solle (Mt. 5,18)?

Hier noch einige Zitate, die ich interessant und bedenkenswert finde:

“Mit unseren Autos verringern wir die Überlebenschancen kommender Generationen, weil Autos nicht nachhaltig sind. Deshalb dürfen ab jetzt keine Autos mehr fahren.” (S. 120f., als vorgeschlagene Übertragung des spätjüdischen Kleinviehverbots (ab 70 n.Chr.) auf die heutige Zeit)

“Noch weiter: Wenn Gott die Natur erschaffen hat, dann bedeutet Forschung nichts anderes als Gottesdienst. Durch genaue Untersuchung der Funktionsweise der Natur werden Überlegenheit und Macht Gottes gepriesen.” (S. 135)

“Der Ausdruck … bedeutet genauso Herrschaft wie Knechtschaft – wenn er würdig ist, herrst der Mensch über die Vögel und die Tiere, wenn er es nicht wert ist, wird er tiefer sinken als sie, und sie werden über ihn regieren.” (Rabbi Raschi, 12. Jhd zu Gen 1,28; S. 140)

Fazit: sehr empfehlenswerte Sekundarliteratur zum Alten Testament – auch wenn sie nicht in meine evangelikale Prägung hineinpasst kann ich doch einige Ideen mitnehmen.

Fair Clothes

Für alle, die sich schon immer gefragt haben, wo man eigentlich faire Kleidung herbekommt hier ein paar Seiten:

http://korrekte-klamotten.de - ein Blog über faire Klamotten und Verfügbare Labels

http://weissliste.twoday.net/topics/die+weissliste/

einkaufen ohne auszubeuten: die weissliste - ein weiterer Blog mit Links zu Shops usw.

http://www.greenality.de/

http://www.greenality.de/

http://shop.goodtruebeautiful.com/

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Milch von deinem Bauern

Ich habe schon seit langem überlegt, es wäre doch besser wieder mehr beim Bauern zu kaufen und weniger im Supermarkt. Für die Bauern besser und für uns besser: Essen ist gesünder, ökologischer und lokal und wird nicht erst um den halben Erdball transportiert bis es auf meinen Teller kommt. Auf der Suche nach einer Seite, die eine Liste der Erzeugenden Milchviehhalter (überhaupt Landwirte) zeigt, bin ich auf diese Seite gestossen:

UPDATE 30.08.2009: Die Seite ist leider offline.

Hier hat sich jemand die Mühe gemacht, alle ihm bekannten Quellen in eine Datenbank, die als Forum dargestellt wird einzupflegen. Also ist es pipi-einfach für dich selbst Einträge zu vervollständigen oder herauszufinden, wo es die nächsten Möglichkeiten zum einkaufen gibt.

Guten Appetit!