Moldawien Teil 1: Anreise

Die meisten von euch wissen, dass ich gerade ein Praktikum in Moldawien mache. Hier auf dem Blog versuche ich euch Up-to-date zu halten. Den Bericht der ersten beiden Tage habe ich geschrieben und ich freue mich auf eure Kommentare :)

(Sorry – am Anfang habe ich nur wenige Bilder gemacht…)

Tag 1: 29.06.2010 — Abfahrt
Nachdem ich alle nötigen Dinge gepackt und organisiert habe, hat mich meine Mutter zum Zentralen Busbahnhof in Nürnberg gebracht. Ich habe mich für eine Fahrt nach Moldawien mit dem Bus entschieden. Die Gründe hierfür sind vierfältig:

  1. Ist es umweltschonender, mit dem Bus zu reisen als zu fliegen
  2. Ist es nicht schneller, als mit dem Zug
  3. Ist es billiger als der Flug und
  4. Kann ich auf der Fahrt bereits anfangen die Menschen und die Kultur des Ziellandes kennen zu lernen.

Mein Punkt 4 war durch und durch richtig: In dem Bus saß niemand (jedenfalls nicht in meiner Nähe), der Deutsch sprach. Alle Sprachen Rumänisch oder Russisch. Meine nette Sitznachbarin hat mir freundlicherweise immer gesagt, wenn Pause ist und versuchte mir auch immer wieder mal klar zu machen, wie lange. Leider habe ich den Unterschied zwischen 3 und 30 im Rumänischen nicht kapiert, also war ich nach 3 Minuten fast immer wieder im Bus – sicherheitshalber. Continue reading

Digitale Handarbeit

Ich habe mir gerade den Film “Digital Handcraft – China’s global factory for computers” angesehen und bin ein wenig erstaunt, wie weit bekannt das Problem der unfairen Arbeitsbedingungen in den Niedriglohnländern ist. Eine Zoll-Kontrolle, die in dem Film interviewt wird, weiß genau Bescheid.

Warum tun dann unsere Unternehmen und vor allem die öffentlichen Behörden nichts?

Durch unseren Konsum bestimmen wir die Schicksale anderer Menschen. Und das sollten wir uns bewusst machen. Fangen wir jetzt damit an!

Mehr Infos zu dem Thema bietet diese Organisation:

pcgobal - Für Arbeitsrechte und Umweltgerechtigkeit in der Computerindustrie

P.S. PC Global bietet übrigens einen Fragebogen an, den man beim PC-Kauf durchgehen mit dem Verkäufer durchgehen kann. Die Sache ist vielleicht sogar einfacher, als wir oft denken.

Am Anfang war die Ökologie – Naturverständnis im Alten Testament

Das Buch “Am Anfang war die Ökologie – Naturverständnis im Alten Testament” von dem Biologen Aloys P. Hüttermann und dem Chemiker Aloys H. Hüttermann befragt die alttestamentlichen Gesetze (u.A. Speisegesetze (S.70), Hygieneregeln (S. 85), Landrecht (S. 60), Zinsverbot (S.116)) nach ihrer biologischen Bedeutung. Das im katholischen HERDER Verlag herausgekommene Buch hat wie erwartet nicht den Anspruch, die theologische Seite der Gebote Gottes mit zu beleuchten, obwohl diese im letzten Abschnitt des Buches auch kurz erwähnt werden (S. 167).

Ich fand das Buch sehr hilfreich, denn es zeigt auf, dass die Gebote Gottes, so unverständlich und entfernt sie für uns post-moderne Christen scheinen mögen, auch heute immernoch eine biologische Relevanz haben. Der Umkehrschluss, dass sie heute damit auch für uns noch eine theologische Relevanz haben, möchte ich gerne ziehen. Wenn diese Regeln sogar menschlich Nachvollziehbar Sinn machen, wie können wir sie dann ablehnen – zumal ja Jesus selbst sagt, dass kein ιοτα vom Gesetz ungültig werden solle (Mt. 5,18)?

Hier noch einige Zitate, die ich interessant und bedenkenswert finde:

“Mit unseren Autos verringern wir die Überlebenschancen kommender Generationen, weil Autos nicht nachhaltig sind. Deshalb dürfen ab jetzt keine Autos mehr fahren.” (S. 120f., als vorgeschlagene Übertragung des spätjüdischen Kleinviehverbots (ab 70 n.Chr.) auf die heutige Zeit)

“Noch weiter: Wenn Gott die Natur erschaffen hat, dann bedeutet Forschung nichts anderes als Gottesdienst. Durch genaue Untersuchung der Funktionsweise der Natur werden Überlegenheit und Macht Gottes gepriesen.” (S. 135)

“Der Ausdruck … bedeutet genauso Herrschaft wie Knechtschaft – wenn er würdig ist, herrst der Mensch über die Vögel und die Tiere, wenn er es nicht wert ist, wird er tiefer sinken als sie, und sie werden über ihn regieren.” (Rabbi Raschi, 12. Jhd zu Gen 1,28; S. 140)

Fazit: sehr empfehlenswerte Sekundarliteratur zum Alten Testament – auch wenn sie nicht in meine evangelikale Prägung hineinpasst kann ich doch einige Ideen mitnehmen.

StudentCP Version 1 rückt näher

Im Moment baue ich mit einem Kommilitonen an einer Software, die ich studentcp genannt habe. Sie dient als Kontrollzentrum für unsere Studierenden, in denen sie vorerst nur Stundenprotokolle führen können, später sollen dann noch einige Features hinzukommen.

Dazu habe ich die bisher vorhandene Version jetzt komplett auf Smarty umgestellt und die Trennung von Inhalten und Funktionalität fast komplett vollzogen. In den nächsten Tagen werde ich die Beta auf den Server spielen.

Fair Clothes

Für alle, die sich schon immer gefragt haben, wo man eigentlich faire Kleidung herbekommt hier ein paar Seiten:

http://korrekte-klamotten.de - ein Blog über faire Klamotten und Verfügbare Labels

http://weissliste.twoday.net/topics/die+weissliste/

einkaufen ohne auszubeuten: die weissliste - ein weiterer Blog mit Links zu Shops usw.

http://www.greenality.de/

http://www.greenality.de/

http://shop.goodtruebeautiful.com/

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Von Knochen, Kamelen und einer Großen Leidenschaft

Momentan beschäftigt mich das Buch „Von Knochen, Kamelen und einer großen Leidenschaft“ von Floyd McClung sehr. Er beschreibt darin, wie die frühe Gemeinde ausgesehen haben könnte und was wir von ihr lernen können. Ich bin von den Gedanken des Buches fasziniert und würde sehr gerne einmal eine derartige Gemeinde kennen lernen. Er kritisiert unsere gewöhnliche Gemeindeform, die sich oft als Institution sehen, statt etwas „organisches“ zu sein. Continue reading

Rückblick 1 Jahr Bibelschule / Praktikumszeit

Rückblick Bibelschule

Am 10. Oktober 2008 habe ich die Ausbildung zum Gemeindediakon / Missionsanwärter an der Bibelschule in Wiedenest angefangen. Ich bin im Ausbildungslehrgang, das heißt ich bin für 3 Jahre bereits aufgenommen und muss nicht jährliche Versetzungsanträge stellen.

Meine Klasse besteht aus 23 Mitschülern, mit denen komme ich relativ gut klar, habe aber wenig Kontakte außerhalb des Unterrichts. Mehr Kontakt hatte ich bisher mit dem Basiskurs (die Klasse mit den Studierenden, die [z.T. vorläufig] nur für 1 oder 2 Jahre aufgenommen wurden).

Mein Zimmer habe ich mir mit Immanuel, genannt „Imm“ geteilt, ein Italiener aus Rom. Er ist etwa 4 Jahre älter als ich, und wir sind ganz gut klar gekommen. Das es hin und wieder mal zu kleinen Problemen kommt, wenn man zu zweit in 18m² wohnt ist ja selbstverständlich.

Das erste Jahr hat mir sehr gut gefallen, und ich bin sehr froh, an der Bibelschule sein zu dürfen. Ich hatte Gelegenheiten Gott besser kennen zu lernen und viel Stellen in der Bibel neu zu verstehen. Dafür möchte ich besonders meinem Lehrer für das Alte Testament, Bernd Brockhaus, danken. Continue reading

zwei neue Wege

Die Firma Google hat dieses Jahr entschieden, statt den Rasen hinter ihrem großen Gelände mähen zu lassen um Brände zu verhindern, einfach eine Herde von Ziegen zu mieten, die innerhalb einer Woche den Rasen herunterfressen: Es sei genauso billig, aber viel süßer anzusehen. [1]

Und eine Kirche in Michigan (USA) hat eine 14-tägige Schulung für ihre 900 Mitglieder durchgeführt und ihnen beigebracht, wie man Twitter benutzt. Etwa 150 Mitglieder zwitschern seitdem, speziell auch während den Gottesdiensten, damit ihre Freunde daheim auch mitbekommen, was so in der Kirche läuft. [2]

[1] http://googleblog.blogspot.com/2009/05/mowing-with-goats.html
[2] http://www.telegraph.co.uk/scienceandtechnology/technology/twitter/5274071/US-churches-use-Twitter-to-reach-a-wider-audience.html

Am Ostermorgen

von Friedrich Rückert

Am Ostermorgen schwang die Lerche
sich auf aus irdischem Gebiet
und, schwebend überm stillen Pferche
der Hirten, sang sie dieses Lied:
Erwacht! Die Nacht entflieht.
Das Licht zerbricht
die Macht der Nacht;
erwacht ihr Lämmer all, erwacht,
auf feuchtem Rasen kniet!

Es ward von einem Osterlamme
getan für alle Welt genug,
das blutend an dem Kreuzesstamme
die Schuld der ganzen Herde trug.
Des Sieges Stunde schlug!
Das Grab, es gab
den Raub vom Staub
zurück; nun weidet grünes Laub,
ihr Lämmer fromm und klug!

Der Baum des Lebens, fluchbeladen,
stand abgestorben, dürr und tot.
Des Lammes Blut ihn mußte baden;
nun wird es blühend rosenrot.
Gewendet ist die Not!
O seht, her geht
der Hirt, der wird
die Herde weiden unverirrt
im neuen Morgenrot.

Frohe Ostern!

Danke an Rolf Wiesenhütter, dafür dass er mir dieses Gedicht geschickt hat.

openlp.org Database Tools Update, Zefania-XML to CSV Converter and 2 new German Bible versions

I just published an update to the openlp.org Database Tools 0.5, this time including an .deb for Ubuntu and Debian. It automatically guesses the path to songs.olp and creates a backup before manipulating by default.

In addition to that I firstly published Zefania XML to CSV Converter 0.3. This tool converts Zefania-Sharp XML Files to CSV files that are compatible to openlp.org.

Thirdly, the German Bible versions Schlachter 1951 and Luther 1545 are now avaliable for download.