Moldawien Teil 3: Der erste Sonntag

Tag 6: 04.07.2010 — Jetzt mit Bildern!

Die Buehne mit dem Chor

Dieser Sonntag war fuer mich der erste Sonntag in Moldawien. Ich habe morgens den Fruehgottesdienst in der Gemeinde besucht, weil Abendmahl war sollte ich eine lange Hose anziehen. Das fand ich eine interessante Begruendung. Der Gottesdienst an sich hat etwas mehr als 2 Stunden gedauert, wenn man bedenkt, dass 3 Maenner gepredigt haben, ist das aber noch recht harmlos, finde ich.

Das Abendmahl fand direkt im Anschluss an den Gottesdienst (ganz ohne Unterbrechung) statt. Irina hat fuer mich freundlicherweise einige Dinge uebersetzt, so konnte ich die Einestzung des Abendmahls verstehen. Wichtig ist mir dabei geworden, dass das Abendmahl keine magische Wirkung hat, wie Pastor Plucci das auch betont hat. Komisch fand ich die starke Betonung, dass nur “Mitglieder der Gemeinde” am Abendmahl teilnehmen sollten (ich aber dann doch mitmachen durfte), weil ich inzwischen der Meinung bin, dass (anders als nach katholischer Ueberzeugung, die interessanterweise auch in evangelikalen Kreisen vorherrscht) ein Unglaeubiger sich nicht versuendigt, wenn er das Mahl einnimmt.

Die eine haelfte des Gottesdienstraumes

Nach dem Gottesdienst gab es dann leckeres Essen bei Mama Plucci, sie hat Kartoffeln (die hier offensichtlich zu den Grundnahrungsmitteln gehoeren) und Haenchenschenkel gekocht. Zum Nachtisch gab es eine Torte, die uebersetzt “gestapelte Baumstaemme” heisst, weil sie aus vielen langen, mit Kirschen gefuellten Teigrollen besteht, die erst einzeln gebacken und dann mit einer Buttercreme zu einem Haufen zusammengeklebt werden. Sehr lecker!

Waehrend dem Nachmittag habe ich dann den Rechner der Familie, den ich meistens nutze ein kleines wenig optimiert und aufgeraeumt, ein P4 1,5GhZ mit nur 384MB RAM muss resorcenschonend genutzt werden. Nach dem ich 20 Dienste deaktiviert, 5 Autostartprogramme gekillt und den doppelten Virenscanner deinstalliert habe laeuft er ziemlich performant, zumindest wenn man K-Meleon als Browser benutzt, statt Firefox.

Um kurz vor 5 sind wir dann in die Gemeinde wieder aufgebrochen und haben den Abendgottesdienst besucht. Der war wesentlich kuerzer und hatte wesentlich mehr Aehnlichkeiten mit der Bibelstunde als mit dem Morgengottesdienst. Jeder konnte mitteilen, was er in der Woche gelesen oder mit Gott erlebt hat und die Lieder wurden auf zuruf ausgesucht. Das erklaert auch, dass vermutlich 80% der Anwesenden auch schon morgens da gewesen sind.

Radu und Ich

Nach dem Gottesdienst habe ich mich mit Radu unterhalten, soweit das moeglich war, doch mithilfe des kleines en Konversationsbuechlein konnten wir ein wenig Austausch haben. Mit den Teens und Jugendlichen der Gemeinde (Definition Teens/Jugend ist hier wesentlich fliessender und beginnt auch schon frueher, ein Maedchen, dass dabei war war vermutlich erst 8 oder 9) sind wir dann in einen Park in der Stadt gegangen und haben lustige Bilder gemacht. Auf dem Weg dorthin habe ich mich gut mit verschiedenen von den Jugendlichen unterhalten, da koennen schon ein paar ganz passabel Englisch, leider zu wenige. Aber sie haben es auch versucht mir ein wenig mehr Russisch beizubringen, das hat auf jeden Fall Spass gemacht. Von Radu habe ich erfahren, dass er aus Bulgarien kommt und jetzt, wo er sein Studium hier abgeschlossen hat auch gerne auf eine Bibelschule gehen moechte und noch am ueberlegen ist, ob er hier in Chisinau oder daheim in Bulgarien gehen soll.

Abends, es war inzwischen schon halb 11, waren wir wieder “daheim” und es gab zum Glueck etwas zu Essen, ich hatte naemlich richtig Kohldampf! Mit Irina habe ich mich dann noch gut Unterhalten, ueber Unterschiede der Jugend in Deutschland und in Moldawien, ueber die Wirtschaft hier vor Ort und Nationalstolz.

Als ich muede ins Bett fiel, fingen die Hunde freundlicherweise noch mit einem Bellkonzert an ­čśë aber ich konnte trotzdem gut schlafen!

3 thoughts on “Moldawien Teil 3: Der erste Sonntag”

  1. hey
    ich lese alle deine beitr├Ąge sofort wenn ich sie sehe.
    Ich bin vor allem auf die Bilder gespannt, aber ich glaube ja nicht dass es in chisinau so anders als in rum├Ąnien ist!
    viel spa├č noch

  2. Sch├Ân das du auch der Wirtschaft in Moldawien auf die Spr├╝nge hilftst, in de┬┤m du die heimischen PCs optimierst. Das gef├Ąllt mir. Du machst dir auch st├Ąndig, ├╝belst viel M├╝he ausf├╝hrlich ├╝ber das zu berichten was du dort erlebst. Ich hoffe es hilft dir auch all diese Eindr├╝cke zu verarbeiten.
    bis bald┬┤!

  3. Hallo Patrick

    liebe Gr├╝├če aus Berlin senden Dir Rebecca, Regina u. Reiner. Wir w├╝nschen Dir Gottes Segen f├╝r den Aufenthalt und viele gute Erfahrungen.

    Reiner

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