Ein ganz normaler Tag?

Warum mein Tag kein ganz normaler Tag war.

1.) Heute, an einem Dienstag, habe ich nach dem Osterwochenende wieder angefangen zu arbeiten (das findet ihr vielleicht jetzt noch ganz normal)

2.) Ich öffne meine Augen und freue mich dass die Sonne um 7.30 Uhr schon so hell scheint – dabei steht ein Baum vor meinem Fenster und es ist in Ostrichtung. Zu meinem entsetzen war da SCHNEE! Mindestens 10cm Neuschnee. Glücklicherweise ist der Weg von hier auf die Arbeit geräumt (was auch komisch ist, ich fand es erstaunlich dass ein Dorf mit weniger als 50 Einwohnern morgens komplett geräumt ist – bis dort wo meine Wohnung ist (fast im Wald)… (reichts euch nicht… dann lest weiter…)

3.) Es ist ca 11.00 Uhr. Da ruft mich doch heute der Bürgermeister von Herzogenaurach an und plaudert mit mir über eine E-Mail, die ich ihm vor ein paar Wochen geschrieben habe. (Das fand ich schon ungewöhnlich.) Und ich habe mich sehr gefreut. Aber das war nicht das unnormalste.

4. Hanni erzählte beim Mittagessen, dass ein Mitarbeiter der OASE gestern urplötzlich gestorben ist, mit 41 Jahren – am Herzinfarkt. Hinterlässt: Frau mit 3 gemeinsamen Kindern und 3 weitere Kinder, zwischen 3 Monate und 18 Jahre alt. Das war für mich ein echter Schocker. Wenn ich mir das überlege: Meine Eltern sind kaum älter als dieser Mann war. Wenn ihnen das heute passieren würde – ich wüsste nicht was ich tun würde. Vermutlich verzweifeln – eine Zeit lang zumindestens.
Meinen Nachmittag verbrachte ich mit Hanni dann bei der Familie, habe mich um die Kinder gekümmert, Betten für die bald kommende Verwandschaft gestellt und fast kein Wort herausbekommen…

“Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.” (Psalm 90,12)

One thought on “Ein ganz normaler Tag?”

  1. weiß nicht, ob du meine letzten posts gelesen hast, aber bei mir wars ähnlich… und vllt. noch schlimmer, da die tote erst 17 (!) war. sie hinterlässt eine family mit bruder (den ich sehr gut kenne), eltern, großeltern, hund und 2 katzen. plötzlich aus dem leben gerissen, weil wahrscheinlich ihr freund, bei dem sie im auto saß, einen fahrfehler begangen hat und dadurch in den gegenverkehr geriet.

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